Linux und Sprachen

Um Linux-Systeme mit mehrsprachigen Benutzeroberflächen anbieten zu können, konsultieren die Programmierer in vielen Fällen ein Übersetzungsbüro. Denn nur eine beglaubigte Übersetzung der einzelnen Menü-Optionen garantiert, dass ein Linux-System mit der Option aus nahezu dreißig Sprachen eingerichtet werden können. Auch die Hilfe-und die Beschreibungstexte sind in aller Ausführlichkeit selbst in Arabisch oder Hindi formuliert; auch und gerade afrikanische Sprachen sind eingegliedert. Linux soll, so die Grundidee (insbesondere auch von der Weiterentwicklung “Ubuntu”) für alle nutzbar sein, auch für diejenigen, die aufgrund der schwachen Wirtschaftsstruktur ihres Heimatlandes nur von älteren Computermodellen abhängig sind.

Dies betrifft all die unterschiedlichen Linux-Distributionen, die kostenlos im Installations-CD-Format aus dem Internet heruntergeladen werden können. In ihrer Funktionalität stehen die Linux-Anwendungen den Windows-Versionen in nichts nach – es geht grundsätzlich nur um das Prinzip der Eingewöhnung der Nutzer. Und hier sind die einen eben entweder in der “Linux”- und die anderen in der “Windows”-Tradition “aufgewachsen”.

Ubuntu wurde bereits genannt – doch dies ist nur eine von mehr als einhundert Möglichkeiten, ein Betriebssystem mit dem sogenannten “Linux-Kernel” zu nutzen. Das Wort “Kernel” bedeutet hier nichts anderes als “Kern” – und verweist auf die Information, dass all die Linux-Versionen und -Distributionen über dieselbe Programmiersprache funktionieren. Diese Unübersichtlichkeit der vorhandenen Versionen sollte jeden Linux-Anfänger dazu bewegen, sich Rat zu holen, welche Distribution nun für seinen Rechner und seine Bedürfnisse am besten geeignet scheint. Hier spielen keine geschäftlichen Interessen eine Rolle – allein der Anwendungshintergrund der auch privaten Berater und ihr Erfahrungshorizont kann zu unterschiedlichen Orientierungen führen. Generelle Vorteile von Linux gegenüber Windows liegen sicherlich darin, dass das Thema “Anti-Virus-Programme” vollständig ignoriert werden kann. Virenprogrammierer und Trojanerfirmen attackieren weiterhin ausschließlich Windows – Linux wird von dieser “Aggressoren”-Branche eher als Nischenprodukt gewertet und ist somit nicht Ziel von Mal- oder Spyware. Wenn jedoch trotzdem einmal der Versuch von Informatikern hierzu unternommen wird, kann er gezielt lokalisiert und bekämpft werden.
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Grundsätzlich empfiehlt es sich, Linux-Distributionen mit “Plug- and Play-Erkennung” zu nutzen. Dies ist unter anderem bei Ubuntu der Fall. Zusätzliche Treiber sind nicht notwendig, weil, sehr viele Hardware-Geräte erkannt werden. Ebenso werden die Linux-Distributionen regelmäßig aktualisiert – wie bei Windows auch, kann ein Nutzer sich auf Updates aus dem Internet verlassen.

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